Was ist die Welpen Mappe?

Viele Züchter geben ihren Welpenkäufern bei der Übergabe des Hundes zusätzlich zum Welpenstarter Paket eine Welpen Mappe mit. Dies ist  meist eine Sammlung wichtiger Informationen für den neuen Besitzer mit Tipps und Empfehlungen vom Züchter.

Ich möchte euch unsere Welpen Mappe hier in digitaler Form zur Verfügung stellen. 

Hier findet ihr wichtige Informationen für den Anfang und Empfehlungen von Produkten. Ich werde über "sinnvolles und sinnloses" schreiben und euch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Außerdem stelle ich euch immer wieder Rabattcodes zur Verfügung die ich als Züchterin erhalte. 

Diese Kategorie wird ständig aktualisiert und wachsen. Meine Informationen sind für alle da egal ob bereits Schnappenzeller Besitzer, Schnappenzeller Anwärter oder einfach Hundebesitzer die auf meiner Seite landen und etwas stöbern.

Nur registrierte Tiere finden wieder nach Hause

Die Grundaustattung für Welpen

Bevor euer kleiner Welpe bei euch einzieht, solltet ihr euch Gedanken über die Grundaustattung machen. Es gibt dazu verschiedene Checklisten zum Ausdrucken im Netz. Die sind allerdings nicht alle sehr Appenzeller tauglich.

Ich habe in den letzten Jahren schon viele Fehlkäufe gemacht. Ihr dürft jetzt von meinen Fehlern profitieren und müsst sie nicht nochmal machen. 

Die Appenzeller Grundausstattung meiner Wahl

1. Gleich ein ausreichend großes Körbchen kaufen. Mindestens 80x60, besser 100x80. Es sollte nicht nur ein Kissen sein sondern ein richtiges Bettchen mit Rand. Appis kuscheln sich gerne irgendwo hinein oder legen den Kopf auf. Beim Material kann ich euch Kunstleder empfehlen da es sich einfach reinigen lässt. Gute Erfahrungen hab ich auch mit den Kunststoffkörbchen von Ferplast gemacht. Mit einer dicken Kuscheldecke drinnen werden sie gerne angenommen und man kann sie wirklich leicht reinigen.

2. kauft gleich einen Anti-Schling-Napf. Appenzeller sind Futter Inhalierer! Sie fressen nicht sondern atmen ihr Futter in sekundenschnelle einfach ein. Der Wassernapf sollte groß und schwer sein

3. solange euer Welpe noch im Wachstum ist, empfehle ich ein Brustgeschirr um Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule zu vermeiden. Für mich macht es aber keinen Sinn so ein Brustgeschirr schon zu kaufen solange der Welpe noch beim Züchter ist. Da Welpen sehr schnell wachsen kann es sein das euer gekauftes Geschirr bei Abholung schon nicht mehr passt. Besser ihr nutzt gleich die ersten Tage im neuen zu Hause und macht einen spannenden Ausflug mit dem Welpen in den Zoohandel und probiert direkt an. Die passende Leine sollte ca. 2 Meter haben und der Karabiner darf nicht zu schwer sein am Anfang. 

Den erwachsenen Appenzeller führt ihr dann besser an einem nicht zu schmalen Halsband. Denn sollte man in Zukunft doch erzieherisch über die Leine eingreifen müssen, hat man mit einem Brustgeschirr keine Chance beim Appi

Diese 3 Dinge gehören für mich zur Grundausstattung plus Futter und Liebe natürlich.  

Alles weitere erleichtert uns vielleicht den Alltag oder bringt dem Hund mehr Abwechslung und Spaß aber es ist nicht lebensnotwendig

Hier aber noch eine Checkliste die ich persönlich in Ordnung finde um die Grundausstattung zu erweitern

Versicherungen für euren Welpen

Um im Ernstfall keine bösen Überraschungen zu erleben, empfehle ich euch eine Kranken- oder OP Versicherung für euren Welpen abzuschließen. Die Gebührenordnung der Tierärzte ist in den letzten Jahren rasant angestiegen und schon eine kleine Behandlung kann mehrere 100 Euro kosten. Bei Operationen sind 5000 Euro auch schnell erreicht. 

Ich habe euch hier zwei Versicherer rausgesucht. Lasst euch gerne beraten.

Verwendet gerne meine Links unter den Bildern und profitiert von meinen Vorteilen als Züchterin

Was soll ich füttern???

Es gibt viele verschiedene Arten von Hundefutter. Egal ob Trockenfutter, Nassfutter oder Barf jeder muss für sich und seinen Hund herausfinden was das Beste ist. Die Verträglichkeit ist natürlich sehr wichtig aber es gibt noch weitere Punkte die beachtet werden sollten. 

Bin ich oft unterwegs dann eignet sich Trockenfutter am Besten. Es muss nicht gekühlt werden und nimmt nicht viel Platz ein. 

Habe ich einen Hund der von Natur wenig trinkt wäre Nassfutter oder Barf besser. 

Möchte ich wenig Müll haben, dann ist Nassfutter in Dosen schwierig. 

Habe ich mehrere Hunde zu versorgen spielen natürlich auch die Kosten eine wichtige Rolle. Weiters kommt man bei Rohfütterung ab einer gewissen Anzahl an Hunden auch schnell an seine Grenzen. Jede Ration muss individuell auf den Hund angepasst und abgewogen werden. 

Habe ich täglich so viel Zeit bedarfsgerechte Rationen zusammen zu stellen? 

Kann und muss auch jemand anders mal die Fütterung übernehmen der sich aber mit diesem Thema nicht besonders auseinandergesetzt hat??

 

 

Ich persönlich habe mich für die Variante Trockenfutter entschieden. Natürlich gibt es auch mal Nassfutter zwischendurch aber eher selten. Obwohl ich zu der wohl schnellsten und einfachsten Variante gewechselt habe, lege ich trotzdem viel Wert auf Qualität.

Unsere erwachsenen Hunde und Welpen  werden mit den Produkten der Firmen Belcando, Happy Dog und Royal Canin gefüttert. 

Abgestimmt auf jede Altersstufe, Größe und Aktivität findet ihr dort qualitativ hochwertiges Futter

 

 

 

Ihr habt euch für einen anderen Hersteller entschieden??

Eine Umstellung auf ein neues Futter ist auch kein Problem!

Nur solltet ihr es über einen längeren Zeitraum und in kleinen Schritten machen. Das Verdauungssystem eines Welpen ist noch nicht vollständig ausgereift und eine plötzliche Änderung des Futters kann schwere Durchfälle verursachen

 

So wird's gemacht

 

BARF (Biologisch Artgerechte Roh-Fütterung)

BARFen kann zu Mangel- oder Überversorgung führen!!
Daher gilt: BARF nur mit Beratung!!

BARFen, das Füttern von Hunden mit rohem Fleisch und Knochen, ist modern und klingt einfach, ist es aber nicht!

Grundsätzlich besteht beim Verfüttern roher Fleischprodukte immer das Risiko von Infektionen wie z.B. Salmonellen oder Parasiten wie Bandwürmern und das nicht nur für den Hund.

Beim Abnagen von Knochen können Zähne einfach abbrechen oder splitternde Knochen können das Maul, den Rachen oder den Darm verletzen. 

Schilddrüsengewebe kann durch die enthaltenen Hormone das gleiche Krankheitsbild wie bei einer Schilddrüsenüberfunktion verursachen.

Aber am häufigsten kommt es beim BARFen zu einer bedenklichen Unter- oder Überversorgung mit Nährstoffen, Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen. Symptome treten oft aber erst auf wenn die Gesundheit eines Hundes über einen längeren Zeitraum erheblich beeinträchtigt ist. Diese zeigen sich in Haut- und Fellproblemen, Aktivitätsverlust und Schwäche, Schmerzen oder gar Veränderungen am Skelettapparat. Das kann bei jungen wachsenden Hunden zu bleibenden Schäden führen.

BARFen erfordert fundiertes Fachwissen und einen speziell auf euren Hund abgestimmten Futterplan. 

Möchtet ihr euren Hund also "BARFen" dann wendet euch bitte vorab an einen Tierarzt mit Zusatz Ernährungsberatung oder einen zertifizierten Ernährungsberater für Hunde!

 

Das Gewicht im Blick behalten

Überfütterung ist in meinen Augen falsch verstandene Tierliebe

Ein Appenzeller Welpe wiegt bei der Geburt zwischen 400-500 Gramm. 8 Wochen später wiegen sie in etwa zwischen 6 und 8kg. Man kann ihnen richtig beim Wachsen zusehen. Ihr Appetit ist nicht zu stillen. 

Aber genau das sollten verantwortungsvolle Welpenbesitzer im Blick behalten. 

Ein gesundes Wachstum ist wichtig, weil euer Welpe nicht zu schnell wachsen sollte. Diese Gefahr besteht beispielsweise, wenn du deinen Welpen aus Unwissenheit oder Überfürsorge zu viel fütterst. Junge Hunde können aber kaum Fett ansetzen. Sie sind noch im Wachstum und werden daher nicht dick, sondern vor allem groß! 

Bei einem zu schnellen Wachstum  und zu schneller Gewichtszunahme können die Knochen, Gelenke und Muskeln deines Welpen überlastet werden. 

Eine Wachstumskurve hilft euch das Gewicht eures Welpen richtig einzuordnen. 

Das Endgewicht eines Appenzeller Sennenhundes liegt in der Regel zwischen 24kg und 27kg

Wenn er dann mal groß ist ....

Übergewicht oder Unterversorgung

Hier gilt es das gesunde Mittelmaß zu finden. Das Idealgewicht lässt sich oft schwer an einer bestimmten Zahl festmachen. Es muss für jedes Tier einzeln gesehen und erfühlt werden. Wenn man den Hund von oben betrachtet sollte die Taille sichtbar sein aber nicht eingefallen. Sieht man die Taille nicht mehr und im Gegensatz eine Wölbung nach außen dann ist der Hund schlicht und einfach zu dick.

Streicht man mit der flachen Hand seitlich über die Rippen und es fühlt sich an wie eine Tastatur von einem Klavier ist der Hund zu dünn. Muss ich dagegen richtig bohren um etwas zu erfühlen hat der Hund Übergewicht.

Im Idealfall fühlt man eine leichte Schwabbelschicht über den Rippen.

 

Es gibt so viele Krankheiten die man als Halter einfach nicht beeinflussen kann. Krankheiten die hingegen durch Über- oder Untergewicht verursacht werden gehören aber nicht dazu und es liegt in unserer Verantwortung!!

Die Feinheiten der Hundehaltung >  Würmer und Parasiten

Zu den häufigsten Wurmarten die Hunde befallen gehören die Spulwürmer, Bandwürmer, Hakenwürmer,Peitschenwürmer, Lungenwürmer und Herzwürmer. Welpen können sich bereits im Mutterleib oder über die Muttermilch mit Würmern infizieren. Später ist die häufigste Ursache die Infizierung über Kot anderer Hunde. 

Unsere erwachsenen Hunde werde regelmäßig entwurmt. Besonders die Zuchthunde!

Wir beginnen bei unsere Welpen ab der 2. Lebenswoche zu entwurmen und führen das in einem 2 wöchigen Abstand bis zur Abgabe durch. Danach seid ihr dafür verantwortlich!

 

Nutzt den Termin für die Nachimpfung in der 16. Woche und lasst euch von eurem Tierarzt beraten!

 

 

Zecken, Flöhe und andere Krabbler

Neben der regelmäßigen Entwurmung sollte man sich auch schon Gedanken über einen passenden Schutz gegen Zecken und Flöhe machen. 

Auch hier gibt es viele verschiedene Produkte mit Vor- und Nachteilen.

Zeckenhalsbänder, Spot on Produkte und Tabletten

Da Appenzeller meistens totale Wasserratten sind haben die beiden ersten Varianten wenig Sinn, da sie einfach ab und ausgewaschen werden. Auch sollte man bedenken das es sich um ein Biozid handelt und beim Kuscheln und Streicheln kommen wir unweigerlich auch damit in Kontakt. Da unser Sohn ein sehr intensiver "Kuschler" ist, kam das für uns daher nicht in Frage.

Ich habe seit Jahren gute Erfahrungen mit Tabletten der verschiedenen Hersteller gemacht. Auch sensible Hunde haben es ohne Nebenwirkungen vertragen. Leider variieren die Preise stark obwohl überall der gleiche Wirkstoff enthalten ist. 

Meine persönlicher Sieger sind die Kautabletten von Frontpro. 

Es ist auch für Welpen ab der 8. Lebenswoche über 2kg zugelassen.

Bei der ersten enddeckten Zecke bekommen alle unsere Hunde eine Tablette und das Thema Zecken und Flöhe ist vom Tisch.

Die Empfehlung des Herstellers ist alle 4 Wochen eine Tablette zu geben. Aber unter uns es reicht eine einzige Tablette für die ganze Saison. Ich mache das seid Jahren so und mal ehrlich: Warum unnötig Zeugs in den Hund stopfen?

 

 

Gefahrenquellen für neugierige Welpen

 

Gefahren zuhause

Zuhause besteht durch die unterschiedlichsten Situationen die Gefahr, dass ein Hund etwas für ihn giftiges bzw. unverträgliches frisst. Zum einen kommt man dafür selbst in Frage, weil einem einfach nicht bewusst ist, dass bestimmte Lebensmittel für den Hund schädlich sein können. 

Die nächste Gefahrenquelle stellen die Familienmitglieder dar, die es vielleicht mit einem kleinen Hühnerknochen, einem Stück Schweinefleisch oder einem Stück Schokolade besonders gut mit dem Hund meinen. Und dann ist da selbstverständlich noch der Hund selbst, dessen Sinne immer hellwach sind, wenn es irgendwo verführerisch riecht. 

Sind Lebensmittel in Reichweite des Hundes, kann man ihm fast keinen Vorwurf machen, wenn er sich etwas stibitzt - schließlich kann der Hund nicht wissen, was für ihn gut oder ungesund ist. Es ist unsere Aufgabe, darauf zu achten, dass er nichts bekommt, was giftig für ihn sein könnte. 

 

 

Bereitet daher euer Zuhause schon vor dem Einzug des Welpen dementsprechend vor! 

  • Nahrungsmittel und Reinigungsmittel an unerreichbaren Orten lagern
  • Stromkabel dürfen nicht zugänglich sein, denn sie werden angeknabbert
  • ein Treppenschutzgitter für den Anfang. Der Welpe muss das Treppensteigen erst erlernen und zudem sollte er auch nicht unkontrolliert hinauf und hinunter um seine Gelenke zu schonen. Ein Sturz von der Treppe kann mit lebensgefährlichen Verletzungen enden
  • Zimmerpflanzen sollten erstmal entfernt werden. Nicht immer ist die Pflanze selbst das Problem. Es reicht auch wenn ein Welpe die Erde frisst, da diese meistens mit Pflanzendünger versehen ist. Giftige Pflanzen gehören sowieso nicht in einen Haushalt mit Tieren. Diese verschenkt man am besten gleich an einen tier- und kinderfreien Haushalt! 
  • Natürlich ist auch im Garten darauf zu achten keine giftigen Pflanzen dort zu haben. Ein kleiner Zweig der beliebten Thuja Hecke reicht aus um einen Welpen zu vergiften und eines kann ich aus Erfahrung sagen: Man schafft es nicht die Kleinen ständig zu beobachten. Sie haben ständig etwas im Maul! 
  • Vorsicht auch mit Düngern und Pestiziden
  • in der ersten Zeit bringt man auch am Besten alle Gegenstände in Sicherheit die der Welpe anknabbern und verschlucken kann. Sehr beliebt und gefährlich sind auch Fernbedienungen und deren Batterien

 
 

Gefahren unterwegs

Nicht nur im Haus lauern gefahren, vor allem auch unterwegs. Das Schlimmste, was einem passieren kann, ist ein Giftköder, den der Hund verschlingt. In diesem Fall ist schnellstens ein Tierarzt aufzusuchen. 

Aber auch Aas und Müll stellen stets eine Gefahrenquelle dar, wenn der Hund dafür bekannt ist, dass er gerne etwas aufnimmt. Hier empfiehlt sich ein intensives Training, um den Hund von der Aufnahme abzuhalten.

 

 

Natürlich ist nicht jeder Welpe gleich. Es gibt die Draufgänger vor denen nichts sicher ist und welche denen ihr Spielzeug zum knabbern ausreicht. 

Solange ihr eurer neues Familienmitglied jedoch noch nicht kennt empfehle ich euch am Anfang lieber vorsichtiger zu sein und Gefahren zu vermeiden.
 

 

 

 

Was ist für Hunde giftig?

Hunde wissen nicht, was für sie unverträglich oder gar giftig ist. Wir sollten daher stets darauf achten, dass sie folgende Lebensmittel, Flüssigkeiten, Pflanzen und sonstige Substanzen nicht zu sich nehmen:


 

  • Alkohol: Es sollte eine absolute Selbstverständlichkeit sein, dass Hunde (auch nicht zum Spaß!) Alkohol zu trinken bekommen. Alkohol kann schon in geringen Mengen zu akutem Erbrechen, Krampfanfällen, Koordinationsstörungen und Atemnot führen. Jegliche Aufnahme ist daher strikt zu vermeiden.
  • Avocado: Sie gilt als sehr gesund, doch Hunden sollte man keine Avocado ins Fressen mischen, da sie als unbekömmlich gilt. Mögliche Folgen sind Herzrasen und Atembeschwerden.
  • Chemikalien: Gefahren lauern sowohl im Haushalt, zum Beispiel durch Putzmittel, Dünger in Untertöpfen oder Ameisenköder, wie auch im Garten durch den Einsatz von Pestiziden, Dünge- oder Pflanzenschutzmittel.
  • Fleisch vom Schwein (roh): Fleisch sollte mit Abstand den größten Anteil der Fütterung ausmachen. Aber Achtung: Falls der Hund gelegentlich ein rohes Stück Fleisch erhält, darf es sich nicht um Schweinefleisch handeln, da es zu einer Übertragung des Aujetzkyviruses kommen kann. Gekocht oder gebraten ist das Virus abgetötet.
  • Gartenpflanzen: Die meisten Hunde interessieren sich in keinster Weise für Pflanzen, manche scheinen aber Gefallen an ihnen zu finden. In diesem Fall solltest du unter anderem mit folgenden Arten vorsichtig sein: Adonisröschen, Akelei, Begonie, Buchsbaum, Efeu, Fingerhut, Hyazinthe, Narzisse, Petunie, Rhododendron, Osterglocke, Thuja.
  • Kartoffeln: Sie dürfen nicht in ungekochtem Zustand verabreicht werden, denn sie enthalten das giftige Solanin. Kochen neutralisiert den Stoff und sorgt dafür, dass Kartoffel ein gesundes Nahrungsmittel darstellen.
  • Knoblauch: Knoblauch wird noch immer in Verbindung mit der Abwehr von Parasiten genannt, doch dafür sollte man heutzutage besser dafür vorgesehene Mittel verwenden. Denn Knoblauch enthält schädliche Sulfide. Kleine Mengen sind harmlos, zu viel Knoblauch kann jedoch zu Blutarmut führen, weshalb auf den Einsatz besser verzichtet wird.
  • Knochen: Hier muss unterschieden werden zwischen prinzipiell unbedenklichen Kauknochen, welche z. B. aus Rinderhaut bestehen und „echten“ Knochen. Zu viele davon können zu „Knochenkot“ führen und das Verdauungssystem in Mitleidenschaft ziehen. Zudem sollte auf die Vergabe von Röhrenknochen (Geflügel, Wild) verzichtet werden, weil sie splittern können.
  • Koffeinhaltige Getränke: Hunde sollten Wasser trinken – und sonst nichts. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee oder Energydrinks beinhalten unterschiedlich starke Mengen an Methylxantin, welches beim Hund zu erhöhtem Blutdruck, Unruhe und Durchfall führen kann.
  • Milchprodukte: Milch, Käse, Sahne und Quark enthalten Laktose, die nur von Welpen gut vertragen wird. Bei erwachsenen Hunden ist das nicht immer so, weshalb größere Mengen vermieden werden sollten.
  • Nüsse: Bei Nüssen muss unterschieden werden: Manche Arten vertragen Hunde, andere nicht. In Frage kommen Haselnüsse, Mandeln und Paranüsse. Giftig können dagegen Macadamia- und Walnüsse sein.
  • Obst: Obst ist nicht nur für uns, sondern (eingeschränkt) auch für den Hund gesund. Zum einen ist jedoch die Frage, ob es der Hund akzeptiert, zum anderen ist nicht jede Sorte zu empfehlen. Problemlos sind Äpfel, Bananen, Erdbeeren und Aprikosen. Bei Steinobst gilt allerdings, dass der/die Kerne entfernt werden müssen, denn sie sind nicht nur scharfkantig, sondern können beim Zerbeißen Blausäure freisetzen. Zudem ist auf folgende Obstsorten zu achten, die nur überreif gefüttert werden sollten: Ananas, Birne, Blaubeeren, Kirschen, Melonen. Auf Trauben und Rosinen solltest du komplett verzichten, weil sie bei manchen Hunden schon in kleinen Mengen zu Durchfall und Magenkrämpfen führen können.
  • Salz: Zu viel Salz oder Gewürze sind für Hunde schädlich. Deshalb sollten Speisereste oder salzige Knabbereien besser nicht im Napf landen.
  • Schokolade: Zucker und Süßstoff sind nichts für Hunde. Noch viel weniger gilt dies für Schokolade, vor allem, wenn der Kakaoanteil hoch ist. Denn damit vergrößert sich auch die Menge des für Hunde giftigen Theobromins. Da es vom Körper nur sehr langsam abgebaut werden kann, sollte auch von gelegentlichen Häppchen Abstand genommen werden.
  • Zierpflanzen: Solltest du Welpen zuhause haben, die gerne alles ausprobieren, dann stellst du in dieser Zeit problematische Zierpflanzen besser an Orte, die nicht erreicht werden können. Zu diesen Pflanzen zählen unter anderem Ficus Benjamina, Hyazinten und Drachenbäume.
  • Zwiebeln: Ebenso wie Knoblauch und Lauch enthalten Zwiebeln N-Propylsulfid, welches die roten Blutkörperchen angreift. Gib deinem Hund daher niemals Essensreste, in welchen sich Zwiebeln befinden.

 

Das ist nur eine Aufzählung der wichtigsten und gefährlichsten Lebensmitteln und Flüssigkeiten. Im Netz findet ihr weitere Listen dazu.

Bei Pflanzen ist eine Liste mit Bildern oft sehr hilfreich da man oft gar nicht weiß wie sie heißen oder giftig sind

 


 

 

Hausapotheke und Erste Hilfe Set

Eine kleine Verletzung an der Pfote, Durchfall, ein Insektenstich oder ein anderes Wehwehchen – es wird immer wieder mal vorkommen, dass euer Hund nicht ganz so fit ist oder ihm etwas wehtut. Um ihm schnell zu helfen und die Zeit bis zum Tierarzttermin zu überbrücken, ist es sinnvoll, eine gut ausgestattete Hausapotheke für Hunde bzw. ein Erste-Hilfe-Set stets parat zu haben.

In Notfallsituationen solltet ihr auf keinen Fall Zeit verlieren und so schnell wie möglich – auch abends, nachts oder feiertags eine Tierklinik aufsuchen.

 

Hier sind einige wichtige Dinge die in eurer Hunde-Hausapotheke nicht fehlen sollten!

Reinigungs- und Desinfektionmittel

Wenn möglich, sollte jede Wunde bald gereinigt und desinfiziert werden, um Infektionen vorzubeugen. Für die Reinigung/Spülung kann man eine isotone Kochsalzlösung (NaCl – Natriumchlorid) verwenden, die es fertig abgefüllt in der Apotheke gibt. Bei offenen Wunden sollte anschließend gut desinfiziert werden, etwa mit einer antiseptischen, alkoholfreien und nicht brennenden Lösung wie Jod, Chlorhexidin oder einem anderen Produkt vom Tierarzt. Erst danach wird die Wunde mittels Verbandsmaterial weiterbehandelt. 

Denke daran, dass einige Hunde empfindlich auf bestimmte Desinfektionsmittel reagieren können. Es ist daher immer ratsam, sich im Vorfeld mit dem behandelnden Tierarzt zu beraten, um das geeignete Desinfektionsmittel für den Vierbeiner zu finden.

Verbandsmaterial

 

Verbandsmaterial ist notwendig, um Wunden zu versorgen, wie sie etwa durch Streusalz, Splitter, eine eingerissene Kralle, Insektenstiche u. Ä. entstehen können. Offene oder nässende Wunden sollten dabei nach der Reinigung/Spülung mit NaCl sowie anschießender Desinfektion mit sterilen Kompresse bedeckt werden, bevor sie mit einer Mullbinde oder einer elastischen Bandage verbunden werden. Denke bei Verbänden an den Pfoten daran, die Zehenzwischenräume sanft mit Watte zu polstern, um ein Wundreiben zu vermeiden. 

Pfotenschutz-
schuh

Ein Pfotenschutz in Form eines wasserdichten, aber atmungsaktiven Hundeschuhs ist sinnvoll, um zu verhindern, dass die Wunde beim Spaziergang durchnässt. 

Sterile Einwegspritzen

Eine sterile Einwegspritze (selbstverständlich ohne Kanüle, also ohne Nadel!) kann für viele Eventualitäten verwendet werden, etwa dazu, Desinfektionsmittel zielsicher aufzutragen oder dem Vierbeiner Flüssigkeit sowie Medikamente einzugeben. Je nach Größe des Hundes empfehlen sich Einwegspritzen mit einem Fassungsvermögen von 1, 5 oder 10 ml. 

Fieberthermometer

 

Fieber kann ein Indikator für gesundheitliche Probleme sein, weshalb ein digitales Fieberthermometer in der Hunde-Hausapotheke nicht fehlen sollte.

Normalerweise liegt die Temperatur bei gesunden, ausgewachsenen Hunden zwischen 37,5 und 39 Grad, bei Welpen sowie sehr aufgeregten Hunden kann sie etwas höher sein (bis ca. 39,5 Grad). Ab 40 Grad spricht man von Fieber.

Schere und Pinzette

Schere und Pinzette sind Allround-Hilfsmittel für diverse Zwecke wie das Zuschneiden von Verbandsmaterial sowie die Entfernung von Verfilzungen, Fremdkörpern oder Spreißeln bzw. Splittern. Eine abgerundete Schere vermindert das Verletzungsrisiko.

Halskrause und Leckschutz

Um zu verhindern, dass euer Hund an einer Wunde leckt und diese dadurch verunreinigt, wodurch Infektionen entstehen werden, ist es außerdem sinnvoll, einen gut passenden und möglichst bequemen Leckschutz zu Hause zu haben. Es gibt verschiedene Varianten, von ganz einfachen Halskrausen aus Plastik bis hin zu bequemeren aufblasbaren Ringen. 

Wichtig ist, dass er nicht an die Wunde gelangt!!!!


 

Zeckenzange 

 

Eine Zeckenzange, ein Zeckenhaken oder eine Zeckenkarte sollte sollte auch nicht fehlen

Maulkorb oder Maulschlinge

Verletzte oder kranke Hunde können durch Stress oder Schmerzen anders reagieren als wir es von ihnen gewöhnt sind. Um im Ernstfall auf die Sicherheit aller helfenden Beteiligten zu achten ist ein passender Maulkorb wichtig. Der Tierarzt wird es euch danken und ihr seid auch entspannter wenn der "Schnappenzeller" nicht schnappen kann ;-)

Augen- und Ohrenreiniger

Ein sanftes, hunde-verträgliches Reinigungsmittel für Augen und Ohren kann hilfreich sein, um Verschmutzungen zu entfernen und beginnende Entzündungen zu versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit Euphrasia Augentropfen und diese bekommt ihr in praktischen kleinen Pipetten in der Apotheke.

Bei Problemen solltet ihr aber zeitnah zum Tierarzt! 

Notfall-
medikamente

In Absprache mit eurem Tierarzt könnt ihr einige Notfallmedikamente in der Hausapotheke aufbewahren, die ihm schon einmal gut geholfen haben und verträglich waren. Zum Beispiel ein Mittel gegen Durchfall, pflegende Augentropfen wie Euphrasia, Kohletabletten, Elektrolytlösung und eine kleinen Menge Schmerzmittel für den Notfall.


 

Notfallkontakte 

 

In einem Notfall ist es wichtig, dass Du schnell die richtigen Personen kontaktieren kannst. Notiere daher die Telefonnummer Deines Tierarztes, einer nahegelegenen Klinik, eines tierärztlichen Notdienstes sowie einer Giftzentrale. Erkundigt euch außerdem im Vorfeld über die Öffnungszeiten und Erreichbarkeit. Wo kann ich nachts oder am Wochenende hin wenn es ein Notfall ist??

Belastung und Auslastung 

Ein Welpe zieht ein und die Vorfreude ist natürlich riesengroß. Lange Spaziergänge, Wanderungen, Sport mit dem neuen Familienmitglied und jede Menge Spiel und Action. Das alles ist im Prinzip toll aber nicht mit einem Welpen!

Jeder neue Welpen Besitzer sollte sich im Klaren sein, dass sich zu viel Bewegung oder falsche Bewegung sehr negativ auf den Bewegungsapparat eines Welpen auswirken kann. 

Wir Züchter geben uns die größte Mühe erbliche Skeletterkrankungen durch gezielte Auswahl der Elterntiere zu vermeiden. Nach Abgabe der Welpen seid ihr für die weitere Entwicklung eures Hundes verantwortlich. 

Hier die verschiedenen Auslastungsmodelle für Welpen zu besprechen würde den Rahmen sprengen. Im Handel oder im Internet findet ihr eine große Anzahl an Büchern und Artikel zum Thema Auslastung für Welpen. 

Ich möchte nur noch einmal alle daran erinnern, dass euer Hund erst wachsen und ausreifen muss bevor ihr euch in eure Abenteuer stürzt. Dafür werdet ihr und euer Hund im Alter belohnt!

Wieviel Schlaf braucht euer Welpe??

 

 

Ein Welpe wechselt den ganzen Tag über zwischen Schlaf und Aktivität. Je jünger er ist, desto größer ist sein Schlafbedürfnis und er schläft mehrere Stunden am Stück. Wenn er hingegen wach ist, dann ist volle Action angesagt.

Ein Welpe hat kein Bedürfnis nach Bewegung sondern vielmehr nach Erlebnissen, zu Hause wie draußen. Im Schlaf werden die vielen Eindrücke verarbeitet. 

Das Schlafbedürfnis nimmt bis zur Pubertät etwas ab, aber auch erwachsene Hunde brauchen, abhängig vom Niveau der täglichen Beschäftigung, ziemlich viel Ruhe.

Hundeschule, Welpenstunde, Einzeltrainig oder nichts von Allem??

Ohne Erziehung kann der kleinste Hund zum großen Problem werden!

 

Daher empfehle ich jedem sich frühzeitig Gedanken zu machen, welche Art und Methode am besten zu einem passt. 

Die Erziehung eines Appenzellers kann sich je nach Charakter des Hundes ziemlich schwierig gestalten und oft auch sehr langwierig werden. Appenzeller haben sehr viel Temperament und können auch oft sehr stur sein. Das kann zur Geduldsprobe werden und einen schnell frustrieren. 

 

Also spart euch eure Nerven und holt euch einfach Unterstützung.

Die Auswahl an Hundeschulen ist enorm und leider gibt es noch jede Menge schwarze Schafe. Ich möchte euch daher ein paar Tipps geben wie ihr euch in dem Wirrwarr besser zurecht findet:

  • Achtet darauf das der Hundetrainer eine fundierte Ausbildung absolviert hat und er eine Erlaubnis nach §11 des Tierschutzgesetzes erhalten hat. Dies garantiert euch, dass er schon mal weiß was er tut und das Veterinäramt hat ihn geprüft. Bei vielen Hundevereinen läuft es leider immer noch so, dass nur ein Mitglied diese Erlaubnis hat, aber alle ihren Senf in Sachen Training dazu geben.

 

  • Die Gruppen sollten klein sein. Für einen Trainer sind 5 Mensch-Hund Teams genug. Sind es mehr leidet die Qualität und ihr kommt auch nicht oft genug dran

 

  • Die Trainigsstunden sollten zu 90% aus aktiven Übungen gemischt mit Ruheübungen bestehen. Das Freispiel der Hunde sollte 15 Minuten nicht überschreiten. Oft ist dieses toben ein unkontrolliertes Durcheinander und einzelne Hunde werden gemobbt. Natürlich ist eine Spielestunde für den Trainer einfacher und daher wird es auch oft so gemacht. Euer Hund soll aber lernen sich in Gegenwart von Artgenossen zu konzentrieren. Zum Spielen kann man sich außerhalb der Hundeschule verabreden und dann kostet es auch nix ;-)

 

  • Die Trainingsmethode sollte zum größten Teil aus positiver Bestätigung bestehen aber ein konsequentes "NEIN" mit angepasster Strenge durchzusetzen hat noch keinem Hund geschadet. Die sogenannten "Wattebauschwerfer" werden bei einem Appenzeller sehr schnell scheitern.

 

  • Die Gruppen sollten auch dem Alter der Hunde entsprechend eingeteilt werden. Ein Welpe gilt bis zur 16. Lebenswoche als Welpe. Danach ist es ein Junghund und gehört in eine andere Gruppe

 

  • Es muss nicht zwingend in einer Gruppe trainiert werden. Ein persönlicher Trainer, der die Stunden abwechslungsreich gestaltet, ist für manche vielleicht die bessere Wahl. Die Trainingseinheiten kosten mehr im Vergleich zur Gruppenstunde aber dafür ist der Trainer nur für mich und meinen Hund da.

 

  • Gute Hundeschulen bieten ein kostenloses Schnuppertraining an um sich selbst ein Bild machen zu können. Das könnt ihr auch schon vorweg ohne Hund machen, damit ihr dann schon startklar seid wenn euer Welpe bei euch einzieht.

 

Alle Besitzer eines "Schnappenzellers" haben natürlich einen lebenslangen Vorteil durch kostenlose Beratung in Sachen Erziehung & Co

von mir!

 

 

 

 

Die Wolfskrallen - Ein Überbleibsel der Evolution

 

Die Wolfskralle, häufig auch "Afterzehe" oder "Afterkralle" genannt, ist eine zusätzliche Zehe, die sich an den Hinterläufen des Hundes befindet. Interessanterweise haben Wölfe mit diesem genetischen Überbleibsel allerdings nichts zu tun - bei ihnen sind diese Zehen nicht zu finden, weswegen heute davon ausgegangen wird, dass diese Zehe noch von den Vorfahren der Wölfe stammt.

Im Gegensatz zu den Vorderläufen, wo eine fünfte Kralle in der Regel immer vorhanden ist, verfügen die Hinterläufe unter normalen Umständen nur über vier Zehen. Diese fünfte Zehe an den Hinterläufen berührt nie den Boden und gilt als "Rudiment" - ein Körperteil, das sich im Laufe der Evolutionsgeschichte zurückgebildet hat.

Alle Schweizer Sennenhunde Rassen verfügen je nach Erbanlage über diese Wolfskrallen. Manchmal sind sie auch in doppelter Variante zu finden. 

In unserer Linie werden Wolfskrallen mütterlicher Seite vererbt.

 

 

 

Wolfskrallen haben für den Hund keinerlei Funktion und berühren in der Regel auch nicht den Boden. Da sie nicht abgelaufen werden, müssen sie regelmäßig gekürzt werden um das Risiko einer Verletzung zu vermeiden.

 

Unseren Welpen werden schon ab der 4. Lebenswoche regelmäßig die Krallen gekürzt um sie mit dieser Prozedur vertraut zu machen.

 

Warum nicht einfach entfernen?

Das Entfernen der Wolfskralle ohne medizinischen Grund ist eine Amputation und mittlerweile rechtlich verboten. Das Amputationsverbot betrifft genauso das Kürzen der Rute und das Kupieren der Ohren. Früher würde den Welpen bis zum 3. Lebenstag diese Kralle einfach abgeknipst. Wenn man bedenkt das 90% dieser Krallen eine knöcherne Verbindung zur Pfote haben, war das in meinen Augen eine ziemlich brutale Art und wurde zu recht verboten.

 

 

Sollte eine Kralle doch mal hängen bleiben und abreißen, so wickelt ihr einfach ein Tuch fest um die Wunde bis diese wieder aufhört zu bluten. Tatsächlich können ausgerissene Krallen stark bluten und dies sieht auch im ersten Moment schlimm aus aber eure Hunde können dadurch nicht verbluten. Also halb so schlimm!

 

Zum Schneiden der Krallen benutzt ihr eine handelsübliche Krallenschere für Haustiere. 

Mit  etwas Übung und ein paar Leckerlis zur Bestechung funktioniert das auch ohne Tierarzt

Hier möchte ich euch zwei tolle kleine Manufakturen vorstellen die wunderschöne Stücke für eure Vierbeiner herstellen

Ich selbst bin ein Fan von individuellen Sachen und lasse oft Zubehör genau nach meinen Wünschen und Maßen herstellen.

Ich habe schon bei beiden Shops tolle Sachen anfertigen lassen und war begeistert von der Qualität und Verarbeitung.

Auf alle Welpen Käufer wartet eine kleine Überraschung! 

Stöbert gerne mal ein bisschen!

Veronika Thöni von Liesbeth's Design stellt wunderschöne Decken, Taschen und vieles mehr her und bestickt jedes Teil individuell nach euren Wünschen

Tanya Pallay von Jimmy und Katz stellt Halsbänder, Leinen und Halstücher für Hunde her. Unsere Hunde wurden von ihr ausgestattet und wir sind sehr zufrieden damit 

Kastration - Ein viel diskutiertes Thema

Zu diesem Thema habe ich einen tollen Artikel von der Tierärztin Barbara Thiel für euch. 

Im Experten Club von Belcando gibt es noch viele weitere wissenswerte Artikel. 

 

 

Kastration oder Sterilisation?

Vielen Menschen ist gar nicht bekannt, dass „Kastration“ und „Sterilisation“ nicht das Gleiche sind. Oft trifft man auch auf den Irrglauben, dass „Kastration“ die Unfruchtbarmachung des männlichen, „Sterilisation“ die des weiblichen Tieres bezeichne. Dabei handelt es sich um zwei unterschiedliche Ansätze: Bei der Kastration werden die Keimdrüsen (Eierstöcke und ggfs. auch die Gebärmutter bei der Hündin, Hoden beim Rüden) entfernt und damit nicht nur die Fortpflanzungsfähigkeit, sondern auch der Geschlechtstrieb unterbunden.

Bei einer Sterilisation würden die Geschlechtsorgane hingegen vollständig im Körper belassen und lediglich die Samenleiter beim Rüden bzw. die Eileiter bei der Hündin durchtrennt. Damit sind die betreffenden Tiere zwar unfruchtbar, der Geschlechtstrieb würde davon aber nicht beeinflusst. Rüden wären also nach wie vor an heißen Hündinnen interessiert (und würden diese auch – wenngleich „erfolglos“ decken), Hündinnen würden weiterhin regelmäßig läufig werden.

Da die meisten Hundehalter sich von einer solchen Operation nicht nur die Verhinderung der Fortpflanzung, sondern auch eine Verhaltensänderung versprechen, werden Hunde üblicherweise kastriert und nicht sterilisiert.

 

Rechtliche Grundlagen

Für alle Hundehalter (und Tierärzte) gelten die Vorgaben aus dem deutschen Tierschutzgesetz. Darin steht unter anderem, dass „das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres“ verboten ist. Damit sind sowohl Kastration als auch Sterilisation zunächst einmal nicht gestattet. Es gibt jedoch Ausnahmen, nämlich „wenn der Eingriff im Einzelfall nach tierärztlicher Indikation geboten ist“. Solche medizinischen Indikationen können beispielsweise eine Gebärmutterentzündung oder krankhafte Veränderungen an den Eierstöcken oder Hoden sein. Aber auch bei Hündinnen, die nach ihren Läufigkeiten an ausgeprägten Scheinträchtigkeiten leiden, bei hormonabhängigen Tumoren oder Stoffwechselproblemen wie Diabetes kann eine Kastration medizinisch geboten sein. „Prophylaktische“ Kastrationen z. B. zur Vorbeugung hormongesteuerter Gesäugetumoren fallen übrigens nicht in diese Gruppe.

Eine weitere im Tierschutzgesetz genannte Ausnahme stellt die „Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung“ und die Unfruchtbarmachung des Tieres „zur weiteren Nutzung oder Haltung“ dar. Während bei Freilaufhaltung von Katzen die „Verhinderung unkontrollierter Fortpflanzung“ ein stichhaltiges Argument bietet, so ist bei der hierzulande üblichen Hundehaltung davon auszugehen, dass die Vierbeiner so weit unter Aufsicht stehen, dass eine „unkontrollierte Vermehrung“ zuverlässig durch andere Mittel unterbunden werden kann. Ausnahmen stellen womöglich Rudelhaltungen in Tierheimen o. ä. dar. Und während bei Pferden die Kastration von Hengsten „zur weiteren Nutzung oder Haltung“ als Reitpferd oft unerlässlich ist, ist bei Hunden die Nutzung und Haltung intakter Individuen üblicherweise nicht nur möglich, sondern üblich. Etwaige Vorgaben Deines Hundesitters, nur kastrierte Vierbeiner betreuen zu wollen, werden für diese Argumentation nicht ausreichen.

Langer Rede kurzer Sinn: Damit Dein Tierarzt Deinen Hund kastrieren darf, muss eine entsprechende Indikation vorliegen. Diese kann entweder medizinischer Natur sein, oder aber der Nachweis, dass in Eurer individuellen Situation eine unkontrollierte Vermehrung nicht zu unterbinden ist oder die Haltung oder Nutzung des intakten Vierbeiners unmöglich ist.

 

Wie läuft eine Kastration ab?

 

Für die Kastration muss Dein Hund in Narkose gelegt werden. Deshalb sollte er nüchtern (mindestens acht Stunden vorher nichts zu Fressen bekommen haben), wenn Du ihn zum OP-Termin bringst. Moderne Tierarztpraxen werden Deinem Vierbeiner nach der Eingangsuntersuchung zunächst eine Spritze geben, bis er einschläft, und ihn dann an eine Inhalationsnarkose anschließen. Diese hat der Vorteil, dass sie während der Operation besser steuerbar ist und Dein Vierbeiner auch schneller wieder aufwacht, wenn alles vorbei ist. Zunächst wird der Operationsbereich rasiert und gesäubert. Dann wird beim Rüden ein Schnitt vor dem Hodensack gesetzt, die Samenleiter und Blutgefäße abgebunden und die Hoden entfernt.


 

 

Bei der Hündin wird die Bauchhöhle aufgeschnitten und die Eierstöcke - oft in Verbindung mit der Gebärmutter - werden chirurgisch entfernt. Einige Tierärzte führen auch eine sogenannte minimalinvasive Kastration per Endoskop durch. Das hat den Vorteil, dass die Bauchwunde viel kleiner ausfällt und schneller abheilt. Allerdings können bei einer endoskopischen Kastration nur die Eierstöcke entfernt werden, die Gebärmutter verbleibt in der Hündin.

Anschließend werden die Operationswunden vernäht, und die Narkose beendet. Sobald Dein Vierbeiner aufgewacht und nicht mehr benommen von der Narkose ist, kannst Du ihn schon wieder mit nach Hause nehmen. Wichtig in den folgenden Tagen ist, dass sich Dein Hund nicht an der Operationswunde zu schaffen machen kann. Deswegen solltest Du ihm unbedingt einen Halskragen oder Body anziehen, um ein Belecken der Wunde zuverlässig zu unterbinden. Auch sollte Dein Hund ein paar Tage an der Leine gehen und möglichst nicht springen. Wenn die Wundheilung planmäßig verläuft, können meist schon zehn Tage nach der Operation die Fäden gezogen werden.

 

Welche körperlichen Auswirkungen hat eine Kastration?

Die wichtigste Auswirkung einer Kastration ist, dass die kastrierten Tiere nicht mehr fortpflanzungsfähig sind. Während dieser Effekt bei der Hündin nach Entfernung der Eierstöcke (und Gebärmutter) unmittelbar eintritt, können sich beim Rüden noch vereinzelt befruchtungsfähige Spermien im Samenleiter befinden und der Rüde theoretisch noch zwei oder drei Wochen nach der Kastration erfolgreich decken.

Es versteht sich von selbst, dass bestimmte Erkrankungen, die mit den entfernten Geschlechtsorganen in Zusammenhang stehen, nicht mehr auftreten können. Dazu gehören beispielsweise Hodentumoren oder Gebärmutterentzündungen. Auch in Zusammenhang mit den Geschlechtshormonen stehende Gesundheitsprobleme wie der Vorhaut-Katarrh, eine Vergrößerung der Prostata oder hormonabhängige Gesäugetumoren treten bei kastrierten Tieren kaum noch auf.

Umgekehrt haben verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass bei kastrierten Hunden ein erhöhtes Risiko für Harn-Inkontinenz, Gelenksprobleme und bestimmte Tumorerkrankungen besteht.

In der Folge einer Kastration sind häufig auch weitere körperliche Veränderungen zu beobachten. So verlangsamt sich üblicherweise der Stoffwechsel und damit der Energieumsatz kastrierter Hunde. Bei Rüden schwindet durch die verringerte Ausschüttung an muskelaufbauendem Testosteron die Muskelmasse. Gleichzeitig steigert sich oft der Appetit, so dass die Hündinnen und Rüden in den Monaten nach einer Kastration nicht selten deutlich an Gewicht zulegen. Um dies zu vermeiden, solltest Du die Gewichtsentwicklung Deines Hundes nach der Kastration genau überwachen. Hilfreich ist es auch, entweder die Futtermenge gleich nach der Operation deutlich zu reduzieren oder auf eine energieärmere Kost umzustellen, zum Beispiel auf die „Light“-Variante des gewohnten Trockenfutters. Wenn Du es schaffst, dass Dein Hund nach der Kastration für drei Monate sein Idealgewicht hält, ist in die Gefahr der Entwicklung von Fettleibigkeit weitestgehend gebannt.

Es kann zudem gut sein, dass sich das Fell Deines Vierbeiners verändert. Das fällt besonders bei langhaarigen Hunden auf, die manchmal wieder eine Art „Welpenfell“ entwickeln. Dieses ist flauschiger und feiner als das Erwachsenenfell und neigt auch eher zum Verfilzen. Solltest Du solche Veränderungen beobachten, bekommst Du bestimmt in einem Hundesalon gute Tipps zur Fellpflege.

 

Welche Auswirkungen auf das Verhalten hat die Kastration?

Oft wird mit der Kastration auch die Hoffnung auf eine Verhaltensänderung verknüpft. Bei der Hündin bezieht sich das vor allem darauf, dass ihr Zyklus mit den Läufigkeiten und vor- und nachgelagerten Verhaltensänderungen (z. B. Scheinträchtigkeit) nicht mehr stattfindet. Hündinnen sind nach der Kastration daher in der Regel weniger Stimmungsschwankungen unterworfen und vorhersagbarer in ihren Verhaltensweisen. Allerdings sollte man nicht davon ausgehen, dass mit einer Kastration aggressive Verhaltensweisen bei Hündinnen reduziert werden. Ängstliches Verhalten wird nach einer Kastration sogar oft noch verstärkt.

Bei Rüden sinkt nach der Kastration der Testosteronspiegel, was bestimmte, im Rahmen des Fortpflanzungsverhalten auftretende Verhaltensweisen beeinflussen kann.

So wird ein kastrierter Rüde meistens weniger stark auf läufige Hündinnen reagieren und damit oft auch weniger zum Streunen neigen. Auch das Markierverhalten kann sich vermindern. Häufig wird auch das Aggressionsverhalten gegenüber anderen Rüden deutlich weniger. Allerdings sind die wahrnehmbaren Veränderungen umso ausgeprägter, je früher die Kastration stattfindet. Ältere Rüden, insbesondere wenn sie schon deckerfahren sind, werden auch kastriert läufige Hündinnen besteigen. Ebenso werden Rüden, die schon mehrfach positive Lernerfahrungen bei Raufereien mit anderen Hunden gemacht haben, dieses Verhalten nicht immer ablegen.

Hunde, die vor dem Erreichen der Geschlechtsreife kastriert werden, behalten oft ein "jugendliches" Verhalten bei. Das kann einerseits zu weniger "Reibereien" bei Sozialkontakten mit anderen Hunden führen, andererseits aber auch begünstigen, dass der kastrierte Vierbeiner vermehrt von anderen Hunden belästigt oder gar angegriffen wird. Insbesondere bei Rüden kann es außerdem vorkommen, dass sich deren Geruch ändert und sie von anderen Hunden als sexuell attraktiv wahrgenommen werden.

 

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Einen allgemeingültigen "besten Zeitpunkt" für die Kastration von Hunden gibt es nicht. Während bei der Unfruchtbarmachung von Straßenhunden gilt "je früher, desto besser", sollte man bei unseren gut behüteten Haushunden etwas differenzierter vorgehen. Liegt eine medizinische Indikation vor (z. B. Gebärmutterentzündung), sollte der Hund natürlich unabhängig vom Lebensalter sofort kastriert werden.

Soll die Kastration unabhängig von einer medizinischen Indikation vorgenommen werden, so wird empfohlen, damit zu warten, bis der Vierbeiner weitestgehend körperlich und psychisch ausgereift ist. Bei kleinen und mittelgroßen Hunderassen ist das in der Regel mit ungefähr einem Jahr der Fall, bei größeren Hunderassen mit etwa 18 Monaten und bei Riesenrassen nicht vor dem Alter von zwei Jahren. Hündinnen sollten mindestens eine, besser zwei Läufigkeiten hinter sich haben.

Inzwischen gibt es sogar für einige Hunderassen individuelle Empfehlungen, ab welchem Zeitpunkt das kastrationsbedingte Risiko für Gelenksprobleme, Inkontinenz und Tumorerkrankungen geringer wird. So wird beispielsweise für Boxer, Berner Sennenhunde, Cocker Spaniel, Shelties und Deutsche Schäferhunde geraten, diese frühestens mit zwei Jahren kastrieren zu lassen. Für Dobermann-Rüden und Golden Retriever-Hündinnen wird aufgrund des deutlich erhöhten Risikos kastrierter Rassevertreter für solche Probleme sogar komplett von einer (nicht medizinisch notwendigen) Kastration abgeraten.

Unabhängig vom Lebensalter sollte die Kastration bei der Hündin idealerweise genau zwischen zwei Läufigkeiten stattfinden. In dieser Zeit sind die Fortpflanzungsorgane der Hündin wenig durchblutet, was das Operationsrisiko reduziert.

Bei Rüden, die aufgrund vornehmlich hormongesteuerter Verhaltensweisen kastriert werden sollen, sollte dies möglichst früh nach dem Eintritt der Geschlechtsreife geschehen, damit das Verhalten nicht dauerhaft durch positive Lernerfahrungen gefestigt wird.

 

Welche Alternativen gibt es?

Wenn man sich Veröffentlichungen einiger Tierschutzorganisationen oder Hundetrainer anschaut, könnte man glauben, die Kastration von Hunden sei die Normalität und die Haltung intakter Hunde eine ungewöhnliche Ausnahme. Dies ist jedoch nicht der Fall - weder für das problemlose Zusammenleben noch zur Verhinderung unkontrollierter Fortpflanzung ist in Mitteleuropa eine Kastration erforderlich. Eine Kastration ersetzt vor allem nicht eine konsequente Erziehung!

Um sich die Auswirkungen einer Kastration auf den eigenen Hund "auf Probe" anzuschauen, gibt es seit einiger Zeit für Rüden den sogenannten "Kastrationschip". Dieser vermindert die körpereigene Testosteronproduktion deutlich und damit die Zeugungsfähigkeit und den Fortpflanzungstrieb des Hundes für 6 bis 12 Monate. Nach diesem Zeitraum kannst Du dann entscheiden, ob die kastrationsbedingten Veränderungen Deines Hundes so wünschenswert sind, dass Du eine chirurgische Kastration durchführen lassen möchtest. Auch für Rüden, die gesundheits- oder altersbedingt keiner Operation mehr unterzogen werden können, wo aber eine Kastration (beispielsweise wegen hormonabhängiger Tumore) sinnvoll wäre, stellt der Chip eine gute Alternative dar.

Bei Hündinnen gibt es zwar die Möglichkeit, Läufigkeiten durch Hormongabe zu verschieben oder zu unterdrücken. Das ist jedoch mit erheblichen Risiken verbunden, da nach einer solchen Behandlung häufig schwere Gebärmutterentzündungen auftreten können. Daher sollte diese Maßnahme nur in Ausnahmesituationen stattfinden, nicht aber regelmäßig zur Vermeidung der Läufigkeitsanzeichen. Entgegen landläufigen Vorurteilen stellt die Hitze der Hündin im Regelfall keine große Herausforderung dar und ist dem Hundehalter durchaus zumutbar.

 

Zusammenfassung

Wie Du siehst, ist die Kastration bei Hunden weit mehr als eine "übliche Servicemaßnahme", die unreflektiert vorgenommen werden sollte. Vielmehr gilt es, die Vor- und Nachteile bewusst gegeneinander abzuwägen und die rechtlichen Vorgaben einzuhalten. Bevor Du Dich also zu einer Kastration entscheidest, solltest Du Dich von einem kompetenten Tierarzt oder Hundetrainer ausführlich beraten lassen.

 

Mein Fazit zu diesem Thema:

Die Entscheidung euren Hund kastrieren zu lassen, solltet ihr immer unbedingt mit eurem Tierarzt besprechen und dann zum Wohle des Tieres entscheiden. 

Natürlich würde es mich als Züchterin sehr freuen, wenn wir den ein oder anderen unserer Hunde in einer verantwortungsvollen Zucht wieder finden und wir unsere Linie etablieren können.

Prägung, Sozialisation und Erziehung--- 
Wer macht was????

Nur wenn Züchter und Besitzer ihre Aufgaben erfüllen klappt es!

Als Züchter wird man oft gefragt: 

Was kann denn der Welpe wenn wir ihn abholen?

Ist er schon stubenrein? 

Kann er schon Sitz und Platz? 

Kann er an der Leine laufen? 

Kann er alleine bleiben?

Ist er fremde Hunde gewohnt?

 

NEIN!!! Er kann absolut nichts davon! 

 

 

Aber keine Panik er wird es mit euch zusammen lernen!!

Aber wer macht denn nun was?

 

Die Prägung übernimmt im optimalen Fall der Züchter und die Mutterhündin. Wir prägen und gewöhnen den frisch geborenen Welpen erstmal an den Menschen. Er lernt angefasst zu werden, hochgehoben zu werden und gestreichelt und gefüttert zu werden. Er lernt den Menschen und seine Umgebung als etwas Gutes und Wichtiges zu empfinden. Er wird geprägt den Menschen als Teil seines Rudels zu sehen und sich ihm anzuschließen. 

Der Welpe wird geprägt indem er an seine Umgebung gewöhnt wird. Das leben im Haus oder im Freien mit allen Geräuschen und Gerüchen. An Wärme und Kälte, an Regen und Wind. Er lernt das seine Pfoten verschiedene Untergründe berühren oder auch nass werden. Er lernt das es noch weitere Wesen in seiner Umgebung gibt. Er lernt mit Stress umzugehen und sich wieder zu beruhigen. Er lernt das er selbst seine Situation verbessern kann und seine Angst zu überwinden.

Für einen Welpen ist jede Situation am Anfang eine große Herausforderung und viel Arbeit diese zu bewältigen und zu verarbeiten. Erst wenn er mit seinem normalen Umfeld und Tagesablauf zurecht kommt folgt die Sozialisation. 

Sozialisation bedeutet das Umfeld und die Reize für den Welpen auszuweiten und ihn vor neue Herausforderungen zu stellen außerhalb seines gewohnten Bereichs.

Und da kommen wir Züchter in der kurzen und sensiblen Zeit in der die Welpen bei uns sind an unsere Grenzen. 

Jeder Welpenkäufer möchte seinen Welpen so schnell wie möglich zu sich holen um auch noch ein Baby daheim zu haben. Aber erst wenn die Welpen zur Abgabe bereit sind, sind sie auch gesundheitlich für die Umwelt bereit. Erst durch die Impfung sind sie soweit geschützt, dass sie fremde Plätze und fremde Artgenossen treffen und kennenlernen sollten. 

Und da wären wir dann bei der Sozialisation angekommen und der neue Welpenbesitzer muss übernehmen. Er sollte ab jetzt den Welpen mit allen Situationen und Lebewesen bekannt machen, die in sein zukünftiges Leben gehören. 

Wir sind aber immer noch bei der Gewöhnung und noch nicht bei der Erziehung. Natürlich beginnt man schon Grenzen zu setzten und ihn an ein paar Signale heranzuführen. Aber die ersten Wochen in der neuen Familie sollten vorrangig genutzt werden dem Kleinen die Welt zu zeigen und das Baby zu genießen. Nehmt euch die Zeit und lernt euch erstmal kennen und baut Vertrauen auf. 

Wenn viele neue Situationen gemeistert und verarbeitet sind, beginnt man erst mit der Erziehung und dann lernt euer Welpe all die Dinge die ich anfangs erwähnt habe. 

Der große Tag - Der Welpe zieht in sein neues zu Hause

Gut organisiert und mit etwas Planung klappts!!

Der Auszug der Welpen ist für alle immer ein besonderes Ereignis. Die neuen Besitzer freuen sich, der Züchter muss Abschied nehmen und der kleine Welpe weiß nicht was passiert. Alles sehr aufregend und um diesen Tag so stressfrei wie möglich zu gestalten bedarf es einiger Planung und Vorarbeit.

Unsere Welpen werden schon sehr früh an das Autofahren gewöhnt. Wir werden immer wieder verschiedene Touren machen, bis ich das Gefühl habe, dass es kein Problem mehr für sie ist. Trotzdem kann einem Welpen aber immer noch schlecht werden während der Fahrt. Das ist aber völlig normal und liegt weniger an mangelnder Gewöhnung. Das Gleichgewichtsorgan im Ohr ist bei Welpen als auch bei Kindern noch nicht ausgereift und dieses verursacht die Übelkeit. Dieses Problem legt sich mit der Zeit von ganz allein.

Für eine sichere Autofahrt wird der Welpe vorab an eine Transportbox gewöhnt. Er lernt darin zu entspannen und sich sicher zu fühlen. Es ist auch sehr hilfreich den Welpen für den Anfang nachts in einer Box schlafen zu lassen. Neben dem Bett aufgestellt merkt man sofort wenn er nachts aufwacht und kann ihn schnell in den Garten bringen wenn er muss. 

Im optimalen Fall lernt er seine eigene Box schon vor dem Umzug kennen. Deshalb dürfen alle zukünftigen Welpen Besitzer mir ihre Transportboxen schon vorab bringen und hierlassen. Ich stelle dann, je nachdem wie viele es auf einmal sind, die Boxen bei uns auf und die Welpen dürfen sich daran gewöhnen und darin schlafen und spielen. Das hat den Vorteil, dass beim Tag des Auszugs auch ein gewohnter Rückzugsort mit auszieht. 

 

Die Box sollte aus hygienischen Gründen aus Kunststoff sein. Diese sind leicht zu reinigen und zu desinfizieren und halten spielende Welpen aus. Der Nachteil von Stoffboxen ist, dass sie nicht ausreichend gereinigt werden können und der Reisverschluss gerne von Welpen angekaut wird und somit auch kaputt geht. Sie sollte groß genug sein damit der Welpe entspannt darin liegen kann aber klein genug um auf der Rücksitzbank Platz zu finden. 

Gerne darf auch eine gebrauchte Box gebracht werden, wenn sie vorab gründlich gereinigt und desinfiziert wurde!

 

Und wie läuft jetzt der optimale Tag ab???

 

Im besten Fall wird der Welpe am Vormittag bis Mittag abgeholt, da die Rückfahrt auch eingeplant werden muss und der kleine nicht erst mitten in der Nacht im neuen zu Hause ankommen soll. 

Es wird mit mir eine genau Zeit abgesprochen, damit ich die Fütterung darauf abstimmen kann und der Hund nicht direkt davor gefressen hat. 

Ihr solltet mindestens zu zweit sein, damit sich einer um den Welpen kümmern kann während der Fahrt. 

 

Was ihr noch einpacken solltet:

  • eine Rolle Küchentücher, 2-3 kleine alte Handtücher und ein paar Mülltüten um kleine Umfälle zu beseitigen
  • eine ganz leichte Leine
  • Flasche Wasser mit kleinem Napf oder diese Reisetrinkflaschen für Hunde

 

Und dann kann es auch fast schon losgehen......

Die letzten Formalitäten werden geregelt und ihr erhaltet eure Welpenpakete und Dokumente. Die Transportbox wird im Zwiebelsystem mit den Handtüchern ausgelegt und auf der Rücksitzbank befestigt. Der Welpe kommt in diese Box und einer sitzt neben ihm und streckt die Hand zur Beruhigung in die Box. Ich möchte diesen Teil immer kurz und schmerzlos halten um nicht unnötigen Stress zu verursachen. Also bitte nicht falsch verstehen wenn ich euch zeitnah auf die Reise schicke, denn ich denke da nur an den Welpen.

Solange der Welpe ruhig in seiner Box schläft müssen auch keine Pausen eingelegt werden oder ihm Wasser angeboten werden. Vielleicht verschläft der ein oder andere auch die komplette Fahrt. Sollte der Kleine jedoch aufwachen und unruhig werden muss eine PieselPause eingelegt werden, damit er nicht gezwungen ist in seine Box zu machen. Der Welpen kann dafür zur Sicherheit mit der mitgebrachten kleinen Leine an seinem Welpenhalsband gesichert werden. Aber bitte vorsichtig sein und das ist auch nur eine Notlösung!!

Zu Hause angelangt bringt man den Welpen auch zuerst an einen Platz an dem er sich lösen darf bevor er ins Haus gebracht wird.

Hat er ein wenig Zeit gehabt sich umzuschauen darf er auch gleich ein wenig gefüttert werden.

 

Der letzte und wichtigste Punkt:

Nachricht an mich das es allen gut geht und ihr gesund und munter angekommen seid ;-)

 

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